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Autohalterungen für Tablets und Smartphones

Mobile Endgeräte spielen sowohl im privaten als auch beruflichen Alltag eine große Rolle. Wer sich mit Smartphone & Co. wirklich smart durch den Alltag bewegen will, benötigt das passende Equipment. Beispiel Autohalterungen oder allgemein Fahrzeughalterungen: Greifarme, Magnetplatten und Schwenkgelenke machen aus dem 08/15-Cockpit eine rollende Datenbasis.

Zwei Lager, eine Lösung

Der Aufstieg des Smartphones beziehungsweise Tablets läutete Schritt für Schritt den Abstieg des Navigationsgeräts ein. In einigen Pkws erfreuen sich die Wegbegleiter „von gestern“ nach wie vor einer großen Beliebtheit, doch der Anteil der Navigationsgerätnutzer befindet sich derweil auf einem Allzeit-Tief. Gut deutlich machen diese Entwicklung die Verkaufscharts, die bis in die frühen 2000er Jahre reichen: Wurden 2012 gut 4,3 Millionen Navigationsgeräte verkauft, sank der Anteil 2018 auf 1,1 Millionen Geräte! Hinter den Käufern verbergen sich allerdings nur selten Privatpersonen: Bis auf wenige überzeugte Google-Gegner navigiert der Großteil der Fahrer und Fahrerinnen im privaten Kontext per Handy oder Tablet-PC samt Google Maps durch den Alltag. Denn die Vorteile der Freeware übertrumpfen die Leistung der Konkurrenz um Längen.

Spediteur
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Den Kern der Navigationsgerätenutzer bilden Spediteure und Logistiker im Außendienst. Als Gründe werden aktuellere Karten, geringere Kosten und eine einfachere Bedienung angegeben. Tatsächlich liegt der Griff zum klassischen Navigationssystem samt Autohalterung oder Konsolenaufsatz in Geschäftsvereinbarungen beziehungsweise Unternehmensstrukturen begründet: Kooperationen sollen nicht gekündigt und Ausgaben für Exklusivverträge – Anbieter stellen ihr Kartenmaterial vergünstigt als Langzeit-Abos zur Verfügung – nicht als Fehlinvestition gedeutet werden. Die Folge: Viele Nutzer umgehen den „von oben“ verordneten Navi-Zwang und nutzen private Systeme, also das eigene Handy, teilweise sogar mit einer in Eigenregie angeschafften Autohalterung.

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Dieser Gerätepluralität entgegenzuwirken, ist ein kompliziertes Unterfangen, da dem Mitarbeiter bis auf wenige Ausnahmen nicht vorgeschrieben werden kann, welches System er auf Dienstfahrten zu nutzen hat. Immerhin: Mit dem passenden Equipment gelingt der Wechsel einfach und kostenschonend zugleich. Halterungen für Smartphones sowie Scannerhalterungen und Tablet-Halterungen kosten je nach Modell wenige Euros, sind im Cockpit schnell integriert und können dank Universalkonzept auch in ferner Zukunft treue Dienste erweisen.

Quality first

Einfach zu installieren und unproblematisch zu nutzen – mit diesem Versprechen locken etliche Hersteller. Doch zwischen Theorie und Praxis liegen Welten. Wortwörtlich! Denn eine Vielzahl der Autohalterungen stammt nicht aus deutschen oder europäischen Produktionshallen, sondern aus fernöstlichen Manufakturen. Dort gilt: Masse vor Klasse. Sollte die Autohalterung unerwartet nicht passen oder an Stabilität einbüßen, wird der Käufer lediglich mit Standardtexten abgespeist.

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Besser: Achten Sie auf renommierte Hersteller wie Max Michel, die hochwertige Qualität garantieren. Allerdings sollten Sie sich vorab informieren, ob eine gewünschte Halterung für das verwendete Datenerfassungsgerät passt. Für zahlreiche Modelle renommierter Marken werden spezielle und passgenaue Halterungen entwickelt.

Die Qual der Wahl

Auswahlkriterium Nummer eins stellt die Gerätekompatibilität dar. Derweil konkurrieren drei Haltesysteme, die sowohl Vor- als auch Nachteile bergen. Eine Autohalterung mit einer starren Rahmenfassung beispielsweise umfasst Handy beziehungsweise Tablet ohne Einschränkung von allen Seiten: Das Gerät wird in die Schale der Fahrzeughalterung gelegt, anschließend können seitliche Griffärmchen umgespannt werden. Vorteil: Das Gerät sitzt sicher in der Halterung. Nachteil: Das System ist exakt auf die Ausmaße von Handy und Tablet abgestimmt. Ein neues Gerät erfordert häufig auch ein neues Halterungssystem. Demgegenüber stehen universale Fahrzeughalterungen.

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Hier gelangen die Geräte ebenfalls in eine Vorrichtung aus Griffen. Diese sind aufgrund beweglicher Verbindungen aus Vollwertgummi jedoch flexibel und gewähren einen Spielraum von 2 bis 3 Zentimetern (gut 2,3 Zoll) an jeder Seite. Im Vergleich zur „starren“ Autohalterung fällt die Universallösung allerdings weniger griffsicher aus. Insbesondere große sowie schwere Smartphones, sogenannte Phablets, liegen unsicher in diesen Modellen – ein Tablet sollte grundsätzlich nicht mit einem Universalmodell genutzt werden.

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Zu guter Letzt stehen magnetische Haltesysteme zur Auswahl. Bei dieser Alternative gelingt die Geräteeinbindung am einfachsten, setzt jedoch eine Spezifizierung voraus: Auf der Geräterückseite muss eine, millimeterdünne, Folie angebracht werden. Diese beeinträchtigt zwar kaum das Handling, stellt jedoch einen optischen „Einschnitt“ dar und erschwert zudem den Einsatz einer Hülle. Zudem wird durch die Folie, je nach Endgerät und Magnettechnik, induktives Laden unmöglich. Zuzüglich zur Haltefläche auf der Geräteseite ist die Einspannung auf der Fahrzeugseite zu beachten.

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Hier konkurrieren zwei Systeme: Entweder gelingt die Montage via Saugnapf an der Frontscheibe oder per Schraubsystem in den Lüftungsschlitzen der Klimaanlage. Letztere Variante kann je nach Automarke und -serie Installationsschwierigkeiten bergen, etwa wenn der Abstand der Lamellen von der 8-Millimeter-Norm abweicht. Zudem bedarf die Installation einer solchen Autohalterung Geduld, sodass sie sich lediglich für einen dauerhaften Betrieb eignet. Wer regelmäßig sein Fahrzeug wechselt und zum Beispiel mehrere Dienst- oder Leihwagen nutzt, sollte zu einem Saugnapf-System für die Frontscheibe greifen. Dessen Montage gelingt schnell und einfach, verursacht keine Spuren an der Glasscheibe und kann ebenso schnell wie einfach entfernt werden.

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Jedoch: Autohalterungen an der Frontscheibe beeinträchtigen das Sichtfeld! Mit einigen Systemen dürfen auch Ablageflächen und Freiräume auf der Mittelkonsole als Untergrund genutzt werden, doch in diesen Fällen ist es ratsam, die Halterungen eine halbe Stunde vor der Geräteeinfügung zu installieren.

Alter Bekannter in neuem Gewand: der Barcode Scanner

Die Multifunktionalität eines Smartphones sowie Tablets bedarf keiner weiteren Erläuterung. Mit einer Reihe an Apps wie zum Beispiel dem „Barcode Scanner“ steht allerdings eine Reihe kostenloser Software zur Verfügung, die auch berufliche Multifunktionalität garantiert. Wer Handy & Co. als zuverlässige Scanner nutzen möchten, sollte jedoch zu einer vorkonfigurierten oder teilmontagefertigen Hardware greifen: Einige Anbieter haben für Smartphones und Tablets Adapter konzipiert, die das geläufige Smartphone in einen hochwertigen Barcode Scanner verwandeln.

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Angesichts der Unverzichtbarkeit der mobilen Datenerfassung sind einige Smartphones zudem ab Werk mit 2D- und 3D-Imager ausgestattet, teilweise sogar durch RFID-Chips erweitert. Ist solch ein System erschlossen, dürfen zahlreiche Kosten gespart werden: Das Handy dient in der Autohalterung als Navigations- und Kommunikationsgerät sowie als Scanner und Warenlagerassistent zugleich. Dank GPS-Chip können Wege zum Kunden im Nu gefunden, per UMTS-, 3G- oder 4G per Scanner erfasste Daten an die Firmenzentrale geleitet und sogar Vermerke in der Lager-Software getätigt werden.

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