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Bargeldloser Zahlungsverkehr

« Ist EC-Zahlung die Zukunft? »

Stirbt das Bargeld aus? Überlegungen dieser Art dienen in letzter Zeit vermehrt als Aufmacher für TV- und Presseberichte. Tatsächlich gilt der bargeldlose Zahlungsverkehr als so beliebt wie nie zuvor. Auch die Technik, angefangen vom mobilen Kartenlesegerät über die virtuelle Verschlüsselungssoftware bis hin zum standfesten EC-Terminal, hat in der Vergangenheit Revolutionen erfahren. Doch haben Münzen und Scheine in Zukunft lediglich Symbolcharakter? Ein Blick auf die Welt der bargeldlosen Zahlung, Trends und mögliche Entwicklungen verschafft Klarheit.

Bargeldloser Zahlungsverkehr im Alltag

Hierzulande verfügt nahezu jeder Volljähriger über eine EC-Karte – auch unter Jugendlichen ist sie weit verbreitet. Kein Wunder, denn auch die kostenlose Chipkarte von der Sparkasse gilt als eine solche. Und ein Finanzdepot bei der Sparkasse zu eröffnen, ist angesichts der kostenlosen Kontoführung für viele Berufsgruppen eine Leichtigkeit. Der Umfang der EC-Zahlung (Stichwort Dispositionskredit) variiert zwischen Sparkassen und Kreditinstituten, doch da ein Konto hierzulande Voraussetzung für allerlei Transferleistungen ist, befinden sich Electronic-Cash-Karten in großen Mengen im Umlauf.

Ungeachtet dessen gilt der Deutsche als Bargeld-Fan: Gut 75 Prozent aller Einkäufe werden mit Münzen und Scheinen beglichen.

Laut einer Bundesbank-Statistik finden sich im Durchschnittsportemonnaie deshalb 103 Euro wieder – aufgeteilt zu 97,10 Euro in Scheinen und 5,90 Euro in Münzen. Mit einem Plus von 11 Prozent auf 4,5 Milliarden getätigte Überweisungen per Karte von 2016 auf 2017 ist dennoch ein Anstieg der Bargeldlostransfers zu verzeichnen.

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Bargeldlos zu bezahlen klappt selbstverständlich nicht nur in Deutschland: In der EU wurden im Jahr 2017 knapp 70 Milliarden Bargeldloszahlungen verbucht – auch dies entspricht einem Zuwachs von 11 Prozent. Im Schnitt werden Summen um die 62 Euro über diesen Zahlungsverkehr beglichen. Abgesichert wird der Transfer meist durch den PIN oder per Signatur. Das Lastschrift-Verfahren kommt an die Identifikationstechniken nicht heran: Von den 69,2 Milliarden elektronischen Zahlungen wurden europaweit lediglich etwas mehr als 10 Milliarden via Lastschrift-Verfahren getätigt.

Das Für und Wider des Bargeldlossystems

Fernab aller Zahlen und Statistiken lohnt ein Blick auf die Vor- und Nachteile, bargeldlos Rechnungen begleichen zu können. Das größte Argument für das Electronic-Cash-System lautet: Zeitersparnis. Wer den mobilen Finanzassistenten mit sich führt, muss beim Bezahlen nicht nach dem passenden Kleingeld suchen. Die Gefahr, nicht genügend Scheine und Münzen parat zu haben, ist ebenso gebannt. Das Modell Electronic Cash ist zudem weitgehend anerkannt, sodass in nahezu allen Geschäften ein Terminal für die Zauberkarte vorhanden ist. Und sollte der Zahlungsverkehr nur in bar erfolgen können, stehen mit mehr als 1 Million EC-Terminals genügend Anlaufstellen für den handfesten Nachschub parat.

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Der Bezahlvorgang erfolgt dank moderner Chiptechnologie, Breitbandverbindung und flottem Datentransfer zwischen Kartenlesegerät und EC-Karte innerhalb von Sekunden und hat dank Konfigurationsfunktionen wie Zwei-Faktor-Autorisierung und Abbuchungslimit an Sicherheit gewonnen. Sicherheit lautet auch ein abschließendes Argument von Behörden und Banken: Illegale Geschäfte werden nahezu ausschließlich per Bargeld abgewickelt. Das Programm „Bargeldloser Zahlungsverkehr“ stößt bei Sicherheitskräften folglich auf große Zustimmung. Berechtigte Kritik erntet der Ausbau des elektronischen Zahlungsverkehrs angesichts der Überwachungsfunktionen und Analysemöglichkeiten: Sollten Käufe gänzlich bargeldlos abgewickelt werden, wird aus der Warnung vor dem gläsernen Menschen schlichtweg Realität. Angefangen vom Frühstücksbrötchen über die Fahrkarte bis hin zum Feierabendbier ließe sich der Alltag jedes Individuums minutiös protokollieren.

Kartenzahlung im Supermarkt
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Dass durch den vermehrten Einsatz von Kreditkarten Cyber-Verbrechen ansteigen würden, wird von den Sicherheitskräften ebenfalls häufig ausgeblendet. Zumindest ärgerlich ist der Umstand, dass manche Kreditinstitute für Bargeldabbuchungen Gebühren erheben. Gebühren machen eventuell gar eine verschwiegene Absicht aus, den Zahlungsverkehr gänzlich bargeldlos zu gestalten und Scheine sowie Münzen einzuziehen: Angesichts der Finanzpolitik der EZB drohen Negativzinsen. Diese könnten Banken rigoros auf ihre Kunden abwälzen, wenn diese ihr Vermögen nicht mehr in Form von Bargeld „bunkern“ können.

Vorteile der EC-Zahlung

  • Schneller Bezahlvorgang ohne Kleingeldsuche
  • Auch größere Spontankäufe möglich
  • Hohe Dichte an EC-Terminals garantiert zügige Bargeldbeschaffung
  • Sicherheitsstandards wurden in letzter Zeit angehoben
  • Kartenlesegerät und Karte gewähren rasante Transferabwicklung
  • Bargeldloser Zahlungsverkehr erschwert Kriminellen das Geschäft

Nachteile der EC-Zahlung

  • Überwachungsfunktionen sowie personalisierte Werbemöglichkeiten steigen
  • Gebühren drohen, insbesondere im Ausland und bei EC-Terminals von Drittanbietern
  • Ein bargeldloser Zahlungsverkehr öffnet Tür und Tor für Hacker
  • Bei Verlust oder Diebstahl drohen Falschabbuchungen. Zumindest sind Sperrmaßnahmen zu ergreifen.
  • Banken gewinnen mehr Kontrolle über ihre Kunden

Aus Bar wird Smart

Fernab der Frage, ob das Bargeld ausgedient hat oder nicht, mischt sich ein weiterer Faktor in den Zahlungsverkehr von morgen: Das Handy (Smartphone) bietet dank serienmäßig verbautem NFC-Chip ebenfalls Bezahlfunktionen. Das Prinzip RFID (Radio Frequency Identification) nutzen auch einige Kreditkarten, doch wenn von der Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens Gebrauch gemacht wird, dann meist mit dem Handy. Derweil variieren die Summen, die per NFC-Technik beglichen werden können: Girogo etwa setzt das Limit für NFC-Kreditkarten auf 200 Euro, Apple Pay sowie Google Pay auf 25 Euro.

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Grundvoraussetzung, um mit dem Handy bargeldlos bezahlen zu können, ist eine hinterlegte Abbuchungsart: Soll das Handy die Rechnung über das Bankkonto abwickeln oder einen Dienst wie PayPal nutzen? Trotz aller Vielfalt: Das Bezahlen per Handy gehört hierzulande zur Ausnahme. Eine Statista-Umfrage ergab, dass 97 Prozent aller Handybesitzer in diesem Jahr keine bargeldlose Zahlung beziehungsweise kontaktlose Zahlung mit ihrem Alleskönner tätigen wollen – insgesamt werden gut 2,2 Millionen Transfers per Nahfunktechnik für 2019 erwartet. Zum Vergleich: In Brasilien soll in diesem Jahr rund 238 Millionen Mal, in Großbritannien satte 1.638 Millionen Mal das Handy zum Bezahlen gezückt werden!

Die Technik macht’s: zur Bedeutung des Point of Sale

Bargeld ist und bleibt ein Kassenschlager. Zahlen belegen jedoch, dass der bargeldlose Zahlungsverkehr auf dem Vormarsch ist. Den Schlüssel zum Erfolg sehen Experten im Ausbau des Point of Sale: Der Berührungspunkt zwischen Verkäufer und Kunden sowie Ware muss den Anforderungen des modernen Shoppers entsprechen. Die POS-Ausstattung, ganz gleich, ob standfestes Terminal oder handliches Kartenlesegerät, muss eine kundenfreundliche, schnelle und insbesondere sichere Zahlung garantieren.

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Wer mit der Zeit gehen will, darf sich auf der Technik von heute nicht ausruhen! Die Möglichkeiten der modernen POS-Ausstattung nehmen stetig zu, sodass Touchscreen und NFC-Chip zum modernen EC-Terminal ebenso wie der Zugang ins World Wide Web und hilfreiches Zubehör (Stichwort Touchpen) gehören. Ungeachtet aller Ungewissheiten, wie es mit dem Konzept Bargeldloser Zahlungsverkehr weiter geht, sollte jeder Verkäufer und Händler zudem auf eine nachhaltige Technik setzen: Kommunikationsfunktionen mit verschiedenen Kassensystemen und Integrationsmöglichkeiten mit weiteren Elementen, die bargeldlos zu bezahlen ermöglichen, sollten Beachtung finden.

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Mit POS-Halterungen, Taschen und Schutzhüllen wird außerdem sowohl das stationäre als auch das mobile Terminal vor den Gefahren des Alltags geschützt: Nicht nur für die EC-Zahlung per Kredit- oder Debitkarte, sondern auch für die Lagerverwaltung kann POS-Inventar verwendet werden.

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