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Warum Bestandsverwaltung im Einzelhandel

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Ganz gleich, ob dorfbekannter Gemüsehändler oder weltberühmter Technikkonzern: Die Bestandsaufnahme gehört zu einem zentralen Bestandteil eines jeden Geschäfts. Mit der Digitalisierung und Mobilisierung sowie Verknüpfung unterschiedlichster Dienste und Techniken im Bereich der Logistik gehen viele neue Möglichkeiten einher – ebenso wie eine Reihe an Pflichten. Um im Wust an Daten und Technologien nicht das primäre Geschäftsmodell aus den Augen zu verlieren, gewinnt die Bestandsverwaltung zunehmend an Bedeutung. Sie bildet die Grundlage etlicher weiterer Dienste, sichert dem Einzelhandel bei korrekter Durchführung ein neues Verkaufskonzept und beinhaltet verschiedenste interne sowie externe Arbeitsschritte.

Wandel eines Wirtschaftssektors

Unbestreitbar hat in den letzten Jahren ein Wandel im Einzelhandel eingesetzt. Große Internetplattformen wie Amazon haben, wenn auch mit fragwürdigen Praktiken, ihre eigene Marktposition gestärkt und andererseits das Image des gesamten Onlinehandels angehoben. Was jedoch kaum ein Kunde beim Klick auf den Einkaufswagen-Button sieht, ist die logistische Herausforderung, die der Onlinekonzern aus Übersee bei jeder Bestellung bewältigt: Verlorene Päckchen gehören bei Amazon zur Ausnahme und ein breiter Käuferschutz deckt etliche Probleme mit Bestellungen ab. Zu beachten ist, dass der Platzhirsch nicht nur den hausinternen, international verfügbaren Lagerbestand zu verwalten hat, sondern ebenso das Inventar seiner Partner, Verkäufer sowie Zulieferer, in seine Logistik ergo Bestandverwaltung einbeziehen muss. Und dies sogar global!

Lagerbestand scannen
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Kaufen Sie Schnäppchen aus Restlagerbeständen, müssen die Bestände in Echtzeit einbezogen beziehungsweise visualisiert werden. Die Berechnung der Versanddauer und die Bezahlung rücken nahezu in den Hintergrund. Nicht weniger große Steine liegen Händlern, die ihre Ware sowohl online als auch offline vertreiben, im Weg. Insbesondere Elektromärkte setzen vermehrt auf die Taktik „online kaufen, offline abholen“. Der Kunde darf sich für den Kauf viel Zeit nehmen und gründliche Recherchen anstellen. Eine wichtige Voraussetzung, um im deutschen Handel zu bestehen: über die Hälfte der Deutschen setzt auf geplante Einkaufstouren und satte 65 Prozent nutzt gezielt Werbeaktionen – dies gilt für den Einkauf von Lebensmitteln ebenso wie für den Einkauf von technischen Gerätschaften à la Drucker & Co. Wer seine Waren im Einzelhandel demnach nicht nur in der Ladentheke, sondern auch im World Wide Web mit den entscheidenden Informationen präsentieren kann, hat gute Chancen, im hart umkämpften Rennen um gute Verkaufszahlen zu bestehen. Zumindest, wenn die online beworbene Ware tatsächlich vor Ort zu haben ist, der Beschreibung entspricht und mühelos auf verschiedenen Wegen bezahlt werden kann. Viele Anforderungen, die auf einer gemeinsamen Voraussetzung fußen: auf einer effizienten Bestandsverwaltung inklusive Datenerfassung, -verarbeitung und -bereitstellung.

Bestandsverwaltung durch die Erfassung des Bestandes
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Der schmale Grat der Innovation

Die Möglichkeiten des Onlinebooms sind nicht zu leugnen und bieten Chancen sowie Risiken für den Einzelhandel. Allerdings: Die Breite an Systemen macht vielen Experimentierfreudigen im Handel einen Strich durch die Rechnung. Nicht selten wird voreilig zu einer x-beliebigen Logistiksoftware gegriffen, ein Webdesigner möglichst oben im Google-Ranking engagiert und eine Reihe an Helfern, etwa Barcode-Scanner, angeschafft. Besser: Ein ausgefeiltes Konzept erstellen, Empfehlungen beherzigen und Profis kontaktieren. Unternehmensberater beispielsweise können an kompetente und seriöse Logistik- sowie Softwareexperten vermitteln. Diese Beratung darf durchaus den einen oder anderen Euro kosten; die Digitalisierung und das darauf aufbauende Verwaltungsmanagement dienen als Grundstein. Ebenso lohnt es sich, einem Profi den Aufbau einer Website beziehungsweise Onlineshops anzuvertrauen und diese nach SEO-Bestimmungen (Search Engine Optimization) ausrichten zu lassen. Denn ohne Webpräsenz hat auch beziehungsweise insbesondere eingangs erwähnter Gemüsehändler keine Chance, neue Kunden zu gewinnen. Eine auf SEO-Werte ausgerichtete Website wird schneller von Suchmaschinen erkannt; die Trefferquoten ergo Besucherzahlen steigen. Dennoch: Gehen Sie nicht zu engagiert an die Digitalisierung heran. Achten Sie weiterhin auf die Qualität Ihrer Ware, das Konzept Ihres Geschäfts und nicht zuletzt auf die Zufriedenheit Ihrer Kunden. Dies gilt auch für die Datenerfassung. Wägen Sie in aller Ruhe zwischen den einzelnen Systemen ab, achten Sie auf die Kompatibilität mit womöglich bereits angeschaffter Ausstattung und auf deren Zukunftstauglichkeit.

Onlinehandel bietet sowohl Chancen und Risiken für den Einzelhandel
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Kleine Technik, große Wirkung

Die Liste an Gerätschaften für eine optimierte Bestandsverwaltung ist lang – und vielseitig! Viele Produkte sind als universale Helfer konzipiert, doch einige Modelle richten sich ebenso an ganz bestimmte Nutzergruppen beziehungsweise Branchen. Barcode-Scanner können zum Beispiel staub- und stoßsicher gehalten sein. Sogenannte Handhelds für den industriellen Einsatz sind nicht selten Wasser abweisend gefertigt. Die zusätzlichen Dichtungen und Verkleidungen haben jedoch ihren Preis; für die klassische Bestandsverwaltung genügen meist Einsteigermodelle, wie sie zum Beispiel Honeywell in seiner Dolphin-Serie vereint. Zu beachten ist zudem, dass große Unterschiede bei verallgemeinernden Bezeichnungen wie „wasserresistent“ bestehen. IPX-Zertifizierungslisten verraten Ihnen, ob Barcode-Scanner & Co. gänzlich wasserfest, oder lediglich (spritz-) wassergeschützt sind. Zuletzt gilt: Jede Anforderung besitzt dafür gefertigte Schutzhülle oder Scannertasche!

HONEYWELL SR61B HD DPM Datalogic PowerScan PBT8300 Auto Range

Kabellos wird Standard

Für viele Akteure im Einzelhandel nimmt die Bedeutung der mobilen Datenerfassung zu: Scanner, die kabellose Verbindungen zur Lagersoftware erschließen und ihre Daten in Echtzeit aktualisieren, können Zulieferern und Kunden wertvolle Auskünfte erteilen. Auf diese Weise sparen Sie doppelt Zeit: Die Bestandsverwaltung gelingt schneller und Kundenanfragen à la „Wann kommt mein Paket an?“ erübrigen sich, wenn Käufer Einblicke in den Versandverlauf erhalten. Apropos Paket: Barcode-Scanner können auch als Drucker fungieren, etwa um Versandscheine anzufertigen. Portable Drucker mit hochwertigem Folienpapier in kompakten Ausmaßen unterstützen die mobile Datenerfassung ganz besonders! Mobilität spielt seit der Revolution des Mobilfunksektors durch das allseits bekannte Smartphone eine grundsätzlich wichtige Rolle. Für die Bestandsverwaltung tun sich zum Beispiel durch Aufsätze, die die Rolle von Barcode-Scannern und Kartenlesegeräten übernehmen, große Möglichkeiten auf. Mit diesen Kleinsthelfern kann einerseits das Inventar verwaltet und andererseits der Kontakt mit dem Kunden vereinfacht werden, wenn dieser zum Beispiel seine Rechnung via EC-Karte zu begleichen wünscht. Last, but not least ist in der Produktlandschaft rund um die Bestandsverwaltung im Handel beziehungsweise Einzelhandel etliches Zubehör vertreten. Holster und Taschen, aber auch Akkus und Druckköpfe stellen denkbare Erweiterungen/Ersatzteile dar. Für Sparfüchse könnte sich ein Blick auf gebrauchte Komponenten wie Handhelds lohnen!

BIXOLON STP-103III      HONEYWELL Apex 2

Tipps und Tricks zur Bestandserfassung in kleineren Unternehmen

Sie sind im Einzelhandel tätig und möchten den Schritt ins Online-Selling-Management wagen? Die folgenden Ratschläge können dieses Vorhaben deutlich vereinfachen und vor enttäuschten Kunden schützen. Im Zeitalter der digitalen Bewertungsplattformen gehören Kunden, die ihre Ware nicht rechtzeitig oder überhaupt nicht erhalten haben, als eine der größten Hürden auf dem Weg in den Onlinehandel. Ein ausgewogener Lagerbestand kann demnach entscheidend für ein Fortbestehen im Einzelhandel sein, zumal eine ineffiziente Bestandsverwaltung das Budget belastet. Die Lager- und Rücksendungskosten für überflüssig bestellte Waren sind nicht zu verachten!

Big Data annehmen

Kein Weg führt vorbei an einer Big-Data-Lösung, also um eine Warenlagerverwaltungssoftware, die nicht nur Soll und Haben des Inventars, sondern ebenso zu erwartende Nachfragen berücksichtigt und Trends erkennt. Programme wie Retail Analytics sind mit autonom agierenden Algorithmen angereichert, die auf allgemeinen und individuellen Datensätzen fußen. Erstere beispielsweise analysieren markt- und branchenspezifische Veränderungen, etwa zunehmende Bestellungen vor dem alljährlichen Weihnachtsfest. Individuelle Datensätze können, vorausgesetzt sie wurden durch die stationäre sowie mobile Datenerfassung ausreichend mit Informationen angereichert, zur Gestaltung händlerbezogener Szenarien dienen und variable Faktoren wie Kundenstamm, Zulieferer und Vertriebspartner berücksichtigen. Mithilfe solcher Software erstellen Sie ein ausgewogenes Inventar, welches Sie mit Handhelds, Terminals und Serverdiensten kanalübergreifend verwalten (Stichwort Omnichannel).

Big-Data Lösungen sind die Zukunft
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Vorratsrichtlinien

Eine weitere Zutat im Erfolgsrezept Bestandsverwaltung: Vorratsrichtlinien. Anhand dieser Richtlinien kann der Bestand effizienter gelagert werden. Ein Beispiel: Werden Produkte mit einer besonders großen Profitspanne in der Kategorie A gelistet, genießen diese bei Warenlieferungen Priorität und werden gegenüber solchen der Kategorie B oder C bevorzugt behandelt. So kann das Logistiksystem Bestellungen veranlassen beziehungsweise empfehlen, obgleich mit der Lieferung versandkostentechnische Nachteile einhergehen. Die Lieferkette stellt einen weiteren wichtigen Aspekt dar. Hier ist Transparenz geboten, denn Umfragen zufolge möchte ein überwältigender Händleranteil (80 Prozent) eine verständlichere Lieferkette konstruieren, scheitert(e) an diesem Vorhaben jedoch aus unterschiedlichen Gründen. Es gilt, an einem Strang zu ziehen. Schließlich profitieren alle verknüpften Unternehmer sowie Endverbraucher von transparenten Lieferprozessen. Erreichen den Hersteller frühzeitig Bestellinformationen, kann der Händler schneller vermitteln, das Versandunternehmen kostenschonende Routen planen und der Kunde schneller seine Ware erhält.

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