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Wie Fahrzeug-Computer in der Lagerlogistik helfen

In manuell betriebenen Lagern ist die Nutzung von Identifikationssystemen für Waren in Verbindung mit einem Lagerverwaltungssystem für eine genaue Bestandsführung und für effiziente Prozesse unerlässlich. Mit mobilen Terminals können die Mitarbeiter zum einen jede Warenbewegung dokumentieren, zum anderen ist auch eine Steuerung in Echtzeit möglich. Für alle Mitarbeiter, die auf Fahrzeugen im Lager unterwegs sind, haben sich dafür fest montierte Fahrzeug-Computer bewährt.

Steigende Ansprüche an das Lagermanagement

Die Ansprüche an die Lagerlogistik sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Einerseits müssen die Kosten verringert werden, andererseits ist eine exakte Bestandsführung in Echtzeit gefordert, weil die Kunden absolute Liefertreue in geringeren Stückzahlen fordern. Eine Lagerlogistik, die solchen Ansprüchen gerecht werden will, basiert auf einer Lagerverwaltungssoftware und mobilen Datenerfassungsgeräten auf der Fläche.

Lagermanagement
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Für viele Aufgaben sind dabei Handheld-Terminals ausreichend, die über ein kleines Display und einen integrierten Scanner verfügen. Damit kann der Bediener einzelne Arbeitsschritte wie Entnahmen oder Zählungen angezeigt bekommen und quittieren.

Handheld eher unpraktisch

Für Staplerfahrer oder Kommissionierer, die mit Fahrzeugen unterwegs sind, ist selbst mit passender Halterung ein Handheld-Terminal jedoch eher unpraktisch. Weil sie das Gerät zwischen Arbeitsschritten wie Aufnahme auf die Gabel und Fahren zum Ziel, zwischen Entnahme am Kommissionierplatz und Fahren zum nächsten Platz jeweils Verstauen und danach wieder hervorholen müssten. Das kostet viel Zeit und verhindert einen flüssigen Arbeitsablauf. Behält der Fahrer dagegen das Terminal während der Fahrt in der Hand, ist das sehr unfallträchtig. Legt er es irgendwo auf dem Fahrzeug ab, wird es früher oder später herunterfallen.

Datalogic Rhino II Computer fuer den Einbau in Fahrzeuge 943200007

Vorteile fest montierter Fahrzeug-Computer

Ein Gerät, das fest auf dem Stapler montiert ist, bietet dagegen einige Vorteile. In Verbindung mit einem kabelgebundenen oder kabellosen Scanner hat der Bediener ein Arbeitsgerät, das mit entsprechender Lager-Software genau auf seine Arbeit abgestimmt ist. Für einen Staplerfahrer, reicht meistens ein Computer mit kabelgebundenem Scanner, weil er in der Regel die Etiketten auf der Palette oder der Ware auf seiner Gabel, oder die Etiketten von Lagerplätzen scannt. Ein Scanner mit mittlerer Reichweite ist dafür im Normalfall ausreichend. Für einen Kommissionierer, der mit einer Ameise die Gänge abfährt, kann je nach Art der Lagerung und der Ware auch ein kabelloser Scanner zum Einsatz kommen, je nachdem wie nah die Fahrzeuge an den Lagerplatz und die Ware herankommen.

Alleskönner auf dem Stapler

Weil Fahrzeug-Computer über ein relativ großes Display verfügen, sind sie sehr flexibel, was die Anwendungen betrifft. Mit einem Gerät wie dem Datalogic Rhino II etwa, dass über einen 10 bzw. 12 Zoll großen Touchscreen verfügt, können sogar normale Web-GUIs, wie sie bei Lagerverwaltungssoftware heute Standard sind, in die Fläche gebracht werden. Auch komplexe Anwendungen mit verschiedenen Dialogen wie Kommissionierung, Nulldurchgangs-Inventur, Transport oder Nachschubanforderung sind problemlos darstellbar und können so direkt am Stapler oder Kommissionierfahrzeug durchgeführt werden.

Stapler im Lager
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Anforderungen an die Geräte

Am Beispiel des Rhino II von Datalogic kann exemplarisch aufgeführt werden, welchen Anforderungen Fahrzeug-Computer in der Lagerlogistik ausgesetzt sind.

Robustheit

Da der Rhino II Computer auf einem Stapler bzw. Lagerfahrzeug montiert ist, ist er natürlich weniger anfällig gegen das Herunterfallen. Allerdings sind Stöße und Rütteln, denen das Gerät hier ausgesetzt ist, nicht zu unterschätzen.

Eine sehr robuste Bauweise ist unbedingt notwendig. Abhängig vom Einsatzort ist auch die Schutzklasse wichtig.

Das Datalogic Rhino II gibt es darüber hinaus auch in einer Tiefkühlversion mit integrierter Display-Heizung, die den Einsatz sowohl innerhalb als auch außerhalb von Kühlhallen erlaubt. Die meisten Fahrzeug-Computer sind feuchtigkeitsresistent, schwingungsdämpfend und stoßfest sowie zündungsgesteuert.

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Vergleichbare Alternativen stellen etwa das Honeywell Thor VM2 oder CM3 dar. Konkurrenz macht dem Rhino 2 auch das Zebra VH10 oder VC80.

Konnektivität

Natürlich muss der Mobilcomputer permanent online sein, also mit der Lagermanagement Software kommunizieren. Dazu wird heute WLAN benutzt. Deshalb sollte das Gerät möglichst alle gängigen Standards unterstützen. Bluetooth Funktechnologie für die Anbindung von kabellosen Scannern ist optional. Zu bedenken ist allerdings, dass zukünftige Anwendungen hier einen Bedarf erzeugen könnten. Wenn ein Computer wie der Rhino II genutzt wird, ist eine einfache Anbindung von Industriescannern aus der PowerScan Serie von Datalogic, aber auch anderen Erfassungsgeräten gegeben.

Zebra VH10 Computer fuer den Einbau in Fahrzeuge VH10110110010A00

Display

Moderne Fahrzeug-Computer sind hier ähnlich ausgerüstet wie Tablets. Modelle mit Touchscreen sind mittlerweile üblich. Diese sollten auch für die Bedienung mit Handschuhen geeignet sein. Mit einer Größe um 10 Zoll sind Inhalte auf dem Bildschirm gut erkennbar.

Das Display sollte aber, wie beim Rhino II, entspiegelt sein.

Software

Die Oberfläche von modernen Lagermanagement-Applikationen läuft im Normalfall in einem Browser, wie etwa dem Internet Explorer, Chrome oder Firefox. Als Betriebssystem des Fahrzeug-Computers kommen daher in erster Linie Windows oder Android zum Einsatz. Ein Vorteil ist dabei auch, dass viele Anwender solche Oberflächen bereits von Smartphone oder Tablet kennen und so eine höhere Akzeptanz vorhanden ist. Auch individuell programmierte Anwendungen sind für Windows oder Android leichter zu erstellen und zu warten als für proprietäre Systeme, da keine IT-Spezialkenntnisse erforderlich sind.

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Überwachung und Steuerung in Echtzeit

Mobile Datenerfassung auf der Fläche ist für die moderne Lagerlogistik absolut wichtig. Zum einen können nur so alle Prozess-Schritte und Warenbewegungen im Lager von der Vereinnahmung bis zum Verladen genau dokumentiert werden. Zum anderen ist auch eine Überwachung und Steuerung „in Echtzeit“ möglich, wie sonst nur in einem vollautomatisierten Lager.

Die Lagerleitung hat bei entsprechender Lagerverwaltung also jederzeit die aktuelle Situation im Blick und kann sehen, welche Ware sich in welcher Menge wo befindet.

Zugriff auf alle Daten

Wenn die Fahrzeuge im Lager mit Computern ausgestattet werden, die weit mehr sind als die „Funkterminals“ früherer Tage, gehen die Anwendungsmöglichkeiten aber noch weiter. Ein Benutzer kann – abhängig von seinen Rechten im jeweiligen System – beispielsweise auch direkt auf die Warenwirtschaft zugreifen, um detaillierte Information über die Ware zu bekommen, die er gerade bearbeitet. Zu guter Letzt haben die fest auf den Fahrzeugen verbauten Computer einen weiteren großen Vorteil gegenüber echten mobilen Computern wie etwa speziellen industrietauglichen Tablets: sie sind in der Regel deutlich weniger anfällig gegen Defekte und Schwund, weil sie nicht irgendwo liegen gelassen werden oder hinunterfallen können.

Datalogic Rhino II Computer fuer den Einbau in Fahrzeuge 943200003

Modernes Lagermanagement beruht auf mobiler Datenerfassung. Fahrzeug-Computer wie der Rhino II von Datalogic helfen im Lager auf Staplern und anderen Fahrzeugen dabei, die Prozesse effizienter und die Steuerung des Lagers einfacher zu machen.