Startseite | Im Einsatz | Gürteltasche oder Schultergurt
© petrushin1984 / Fotolia.com

Gürteltasche oder Schultergurt

« Wie lässt sich das Handheld am besten transportieren? »

Die Liste an Zubehör für Handhelds ist lang und umfangreich. Selbiges gilt für die Hersteller der Kleinsthelfer. Max Michel beispielsweise rückt die Schutz- und Tragefunktionen in den Vordergrund und liefert unter anderem in Form von Gürteltaschen und Schultergurten zwei verschiedene Ansätze. Erfahren Sie, wo die Vor- und Nachteile der beiden Tragesysteme liegen, und welche Punkte bei der Zubehörnutzung mobiler Datenerfassungskomponenten entscheidende Rollen spielen.

Schutztaschen für jedermann

Nirgends wo sonst wie in der Logistikbranche werden so häufig Handhelds wie zum Beispiel Barcode Scanner gezückt. Die handschriftliche Listenführung ist undenkbar geworden im Zeitalter der Logistik 4.0 und der allgegenwärtigen Digitalisierung. Nicht zuletzt die Vernetzung durchs World Wide Web hat die elektronische Datenerfassung in den Vordergrund gerückt. Um die vielen neuen Vorzüge der virtuellen Lagerverwaltung zu genießen, genügt es allerdings nicht, moderne technische Komponenten à la Scanner & Co. zu besitzen und deren Möglichkeiten zu kennen, beziehungsweise Anwendung zu verstehen: Erst mit dem passenden „Drumherum“ wird das volle Potenzial der Kleinsthelfer ausgeschöpft. Gürteltaschen etwa verdeutlichen Sinn und Zweck von Zubehör besonders gut.

Zebra Motorola MC55, MC65, MC67 Holster mit Gürtelschlaufe

Gürteltaschen erleichtern in vielerlei Hinsicht den Einsatz von Komponenten, die auf die mobile Datenerfassung ausgerichtet sind. Beispielsweise können viele Vorgänge schneller und effizienter durchgeführt werden: Der Nutzer weiß stets, wo das Handheld steckt, hat es buchstäblich im Handumdrehen gezückt und kann es unmittelbar verwenden. Schließlich muss nicht überprüft werden, wo „vorne“ und wo „hinten“ ist; im Laufe der Zeit gehen Träger und Handheld eine regelrechte Verbindung ein, stellen ein eingespieltes Team dar. Die Gürteltasche dient als ein Schnittpunkt. Nebenbei bewahrt eine Tasche ihren Inhalt vor Schmutz und Staub. So entfällt die Reinigung, wie sie beim Einsatz im industriellen Bereich häufig unumgänglich ist.

Scanner in einer Tasche
© Angela Rohde / Fotolia.com

Mehr Vorteile durch passendes Zubehör

Des Weiteren bieten Holster, Taschen und Clips finanzielle Vorteile. So sinkt zum Beispiel das Verlustrisiko, da der Mitarbeiter das Handheld nicht mehr verlegen und als vermisst deklarieren beziehungsweise im Außeneinsatz vergessen mag. Verstaut in einer Tragetasche trägt der Nutzer seinen Helfer stets bei sich und merkt schnell, falls dieser nicht am Körper hängt: Das minimale Gewicht eines Scanners fließt intuitiv in das Körpergefühl ein. Bleibt die „Belastung“ aus, fällt dies unmittelbar auf. Auf lange Sicht gesehen bieten die Zubehöre einen weiteren finanziellen Vorteil: Sicher untergebracht in der Tasche wird das Gerät vor allerlei Schäden bewahrt. So kann es nicht mehr auf den Boden fallen, wenn der Arbeiter dieses transportiert.

Außerdem bieten stoßgedämpfte Verkleidungen an In- und Außenflächen der Scannertaschen Schutz vor Sturzschäden, falls sich der Gürtelclip löst. Last, but not least sind einige Schutzhüllen wasserfest gehalten: Sowohl im Außeneinsatz als auch in der vermeintlich trockenen Lagerhalle bergen Flüssigkeiten, etwa das erfrischende Getränk zur Mittagspause, Gefahren für das Handheld!

Auswahl schwer gemacht

Die Übergänge zwischen den Bezeichnungen und Kategorien der mobilen Schutzvorrichtungen sind fließend. Dies gilt insbesondere für Taschen, Cases und Hüllen. Selbst der Fachmann kommt hin und wieder ins Grübeln, welche Vorrichtung die passende Lösung für den Scanner sein mag. Denn der Teufel steckt im Detail: Hersteller wie Honeywell und Zebra optimieren ihre Geräte fortlaufend, sodass sich diese, ungeachtet möglicher Serienzugehörigkeit, in scheinbar irrelevanten Einzelheiten wie kleinen Einkerbungen unterscheiden. Die Passgenauigkeit ist jedoch Grundvoraussetzung für eine einfache Bedienung und optimale Schutzfunktion. Bei der Auswahl der Schutztaschen wird allerdings anhand der Beschreibung schnell klar, für welche Handhelds diese geschaffen sind. Hin und wieder sind Taschen und Holster auch universal gehalten: Steigt der Nutzer um, etwa auf eine neuere Version des Scanners, muss die Tasche dann nicht erneuert werden. Beratung zu Taschen und Holstern vom Fachmann ist angeraten.

Max Michel Synthetik Holster Max Michel Generic Synthetic Pouch

Schulter, Hüfte oder Bein?

Verwirrung bei der Auswahl von Gürteltaschen und Clips oder Holstern mögen auch die Befestigungsmöglichkeiten hervorrufen. Sicher, eine Tasche kann schützen, doch „solo“ offenbart die Schutzverkleidung wenig Vorteile: Das Endgerät respektive Tasche muss am Körper des Nutzers befestigt werden – andernfalls wirkt die Tasche störend, nicht hilfreich. Obligatorisch für alle Arten von Schutztaschen ist demzufolge ein „Bindeglied“. In der Praxis, insbesondere in der Logistik, haben sich zwei Varianten bewährt: Clips und Gurte. Letztere ist aufzuteilen zwischen Schulter- und Beingurte, unterscheidet sich jedoch grundsätzlich von der Alternative des Clips. Clips werden, wie es der Name bereits erahnen lässt, angeclipt. Dies geschieht an einem Gürtel: Die Öse des Clips wird durch den Gürtel geführt und dieser wie gehabt durch den Hosenbund gefädelt. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass sich das Handheld in vielen Alltagssituationen auf einer Höhe mit der Hand des Trägers befindet und demzufolge leicht zu greifen ist. Zudem darf problemlos eine Jacke angezogen werden – Clip und Handheld bleiben gut erreichbar. Ein Schultergurt inklusive Barcode Scanner beispielsweise würde von einer Jacke verhüllt werden. Außerdem sind Gürtelclips sowohl für Schutztaschen als auch für Holster ausgerichtet. Holster erweisen sich für Scanner samt Pistolengriff als besonders vorteilhaft: Der Träger kann dank der Aussparung an der Oberseite seinen Helfer im Lucky-Luke-Stil schneller als der Schatten ziehen! Eng verwandt mit Gürtelclips, häufig auch als Synonyme verwendet, sind Gürteltaschen. Hersteller deklarieren ihre Modelle gerne als Gürteltaschen, da viele Einsteiger in erster Linie nach Gürteltaschen suchen und nicht wissen, dass ein passender Clip verwendet werden muss.

In einem Holster immer Einsatzbereit
© Halfpoint / Fotolia.com

Anders als Gürtelclips beziehungsweise Gürteltaschen setzen Tragegurte selbstverständlich nicht das Tragen einer Hose inklusive Gürtel voraus. Das macht diese Klasse an Schutzvorrichtungen flexibler. In der Industrie beispielsweise müssen häufig Schutzanzüge, insbesondere Hosenanzüge, getragen werden. Ein Schultergurt stellt in dieser Hinsicht die einzig sinnvolle Option dar, Scanner am Körper sicher zu verstauen. Doch Vorsicht: Schultergurt ist nicht gleich Schultergurt! Grundsätzlich zu differenzieren ist zum Beispiel zwischen dem 2-Punkt-Tragegurt und dem 4-Punkt-Tragegurt. Ein 2-Punkt-Tragegurt bietet weniger Berührungspunkte mit dem Körper und ist schneller angelegt. Ein 4-Punkt-Tragegurt ist an beiden Seiten des Körpers (Brust und Rücken) mit Knotenpunkten versehen. Das Anlegen bedarf etwas mehr Zeit und die Bewegungsfreiheit wird leicht eingeschränkt. Im Gegenzug steigt die Sitzgenauigkeit. Last, but not least können Tragegurte fürs Bein eine Alternative darstellen. Diese gilt jedoch eher als Notlösung. So muss sich der Träger zum Beispiel stets bücken, um das Handheld zu fassen. Zudem kann der Beingurt beim Laufen, vor allem beim Hinsetzen, stören, sobald er nur um wenige Zentimeter verrutscht. Immerhin fallen die Preise für Beingurte sehr moderat aus und ermöglichen zudem das gleichzeitige Tragen von dicken Winterjacken und Hosenträgern.

Panasonic JT-H200 Ledertasche Avery Dennison Pathfinder 6140 Holster with Stitched Seam

Individualität hoch zehn

Neben zahlreichen Schutzlösungen in Form von Gürteltaschen, Schultertaschen und Clips, die auf die Ausmaße konkreter Kleingeräte für die mobile Datenerfassung ausgelegt sind, setzt die Marke Max Michel seit Jahren erfolgreich auf das Konzept des Generalisten: Verstellbare Tiefen und justierbare Clips ermöglichen die Kombination vieler Schultergurte und Gürteltaschen mit Handhelds verschiedener Hersteller. Dennoch handelt es sich bei diesen Alleskönnern nicht um Eintagsfliegen: Klarsichthüllen ermöglichen die Tastennutzung trotz angelegter Schutzverkleidung, Stifthalter bieten Unterschlupf für klassische Kugelschreiber sowie sensitive Eingabestifte und Knautschzonen bieten außerordentlichen Schutz vor Sturz- und Aufprallschäden. Max Michel fertigt für zahlreiche Geräte individuell passgenaue Holster.

Wem dies nicht genügt, darf den Konfigurationsdienst für individuelle Holster in Anspruch nehmen: Soll der Schultergurt mit einem Dog Clip ausgestattet sein? Soll das Holster für Rechts- und Linkshänder geeignet sein? Oder legen Sie Wert auf eine maßgeschneiderte Passform? Theracon nimmt sich Ihren Bedürfnissen an und optimiert Gürteltaschen sowie Schultergurte in den unterschiedlichsten Bereichen.

Translate »