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Handheld Computer im Asset Management

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Der Begriff Asset kommt eigentlich aus der Finanzwelt. Eine mögliche – von mehreren – Übersetzung dafür ist Kapital oder Vermögen, Asset Management ist also die Verwaltung von Vermögen. In den letzten Jahren wird der Begriff immer häufiger als Bezeichnung für die Verwaltung von betrieblichen Wirtschaftsgütern benutzt. Entsprechende Softwarepakete, sogenannte Enterprise Asset Management (EAM) Systeme werden hierzulande bisher hauptsächlich von sehr großen Unternehmen genutzt, sind aber überall auf dem Vormarsch.

Was genau ist Asset Management im Unternehmen

Ein Asset ist alles, was in einem Unternehmen intern benutzt wird, um dem Unternehmenszweck in irgendeiner Weise zu dienen. Das sind Maschinen, Werkzeuge, IT-Equipment, Büroausstattung, Schulungsmaterial und so weiter. Nicht darunter fallen alle Dinge, die im Unternehmen verarbeitet, verkauft oder sonst irgendwie verbraucht werden, wie Rohstoffe, Halbzeuge, Büromaterial oder erzeugte Produkte.

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Im EAM wird jedes einzelne Objekt individuell erfasst und verfolgt. Dazu muss es katalogisiert und identifizierbar gemacht werden, was in der Regel durch ein Etikett mit einem Barcode geschieht. Durch mobile Datenerfassung mit einem Scanner kann es dann jederzeit identifiziert werden.

Zielsetzung und Wirkungsweise

In jedem Betrieb gibt es eine große Anzahl von Wirtschaftsgütern, die täglich benutzt werden und daher natürlich benutzbar sein müssen. Das Wissen darüber, wo und in welchem Zustand sich all diese für das Unternehmen wertvollen und wichtigen Assets befinden, gehört zu den wesentlichen Kernaufgaben im Betrieb. In vielen Fällen ist dieses Know-how aber unvollständig, meistens nur dezentral vorhanden und auf unterschiedliche Wissensträger verteilt. Dieses Wissen zu sammeln und aktuell zu halten ist eine enorm schwierige Aufgabe.

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Hier setzt das Asset Management an. Zielsetzung eines solchen Systems ist die stets aktuelle und permanente Verfügbarkeit aller Informationen über Nutzung, Auslastung und Zustand aller Wirtschaftsgüter im Unternehmen, und damit eine höhere Produktivität sowie ein vergrößertes Verantwortungsbewusstsein des Personals gegenüber dem Eigentum der Firma. EAM Software wird übrigens häufig in ERP-Systeme integriert.

Drei Komponenten werden für das Asset Tracking benötigt:

  1. Die Asset Management Software – häufig auch als Asset Tracking System bezeichnet. Hier werden die Daten gesammelt, die für Verwaltung und Verfolgung der Assets notwendig und sinnvoll sind, wie zum Beispiel Anschaffungsdatum, letzte Wartung, wer hatte das Arbeitsmittel zuletzt in Gebrauch und vieles mehr. Es gibt eine Anzahl von Systemen auf dem Markt, von denen man sich das passende heraussuchen muss. Wichtig ist dabei, welche Reporting-Fähigkeiten gebraucht werden.
  1. Ein oder mehrere Drucker für Barcodes. Da jedes Teil einzeln verfolgt wird, muss auch jedes Teil eine eindeutige Identifikation bekommen. Das passiert am einfachsten und kostengünstigsten durch einen Barcode, der auf dem Arbeitsmittel befestigt wird. Damit wird mobile Datenerfassung für das Tracking überall im Betrieb per Scanner ermöglicht.
  2. Handheld Computer oder Datenerfassungsterminal, mit dem der identifizierende Barcode dort gescannt werden kann, wo es sich befindet. Eine Zentralisierung ist für das Asset Management keine wirkliche Option. Heute können die Barcodes sogar mit dem Smartphone gescannt werden. Entsprechende Apps oder Browser-Oberflächen müssen dementsprechend dafür vorhanden sein.

Mobile Datenerfassung macht Asset Management effizient

Ein Handheld Computer oder Datenerfassungsterminal ermöglicht es, jederzeit und überall Informationen über ein bestimmtes Gerät, Fahrzeug, Arbeitsmittel zu beziehen – wer es gerade in Benutzung hat, wann es das nächste Mal gewartet werden muss oder ob es vielleicht schon von jemandem oder einem Projekt reserviert wurde. Darüber hinaus können so auch direkt Statusveränderungen, Reservierungen oder andere wichtige Ereignisse eingegeben werden.

unitech-pa700-datenerfassungsterminal-android-jelly-bean-pa700-qa6fumdgHandheld und Smartphone

Mit einem PA700 Handheld von Unitech etwa können der Barcode gescannt und damit Informationen vom EAM System eingeholt und angezeigt werden. Das PA700 verbindet die Vorteile des Smartphones mit denen eines professionellen Handheld-Computers.

Es kann zum Beispiel sowohl über WLAN wie auch per Mobilfunk kommunizieren, verfügt über einen Barcode-Scanner, eine Kamera, GPS und alle Sensoren, wie sie im Smartphone verbaut sind. Dabei ist es robust gebaut für den harten Einsatz auf der Fläche in Produktion, Gewerbe oder Lager.

Ein weiterer Vorteil des PA700 ist, dass es wegen seiner Vielseitigkeit für ganz verschiedene Zwecke eingesetzt werden kann, sei es Asset Management, Zutrittskontrolle, Versandkontrolle oder im Transportmanagement – und das alles am gleichen Tag.

Alle Buchungen direkt online

Das Aus- und Einchecken von mobilen Assets kann mit einem Barcode-Scanner direkt online im System gebucht werden. Auch die Eingabe von Zustandsveränderungen, zum Beispiel an einer Maschine oder einem Stapler, kann mit einem Unitech PA700 online gemacht werden, sogar wenn sich die Geräte an einem entfernten Standort, zum Beispiel einer Baustelle befinden. Dadurch können sofort entsprechende Maßnahmen, beispielsweise die Beschaffung von Ersatz über das Suchen im EAM, eingeleitet werden und der aktuelle Status steht allen Beteiligten direkt zur Verfügung.

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Vorteile durch den Einsatz von EAM

EAM Systeme bieten mehr als die Verwaltung von Wartungs- und Instandhaltungs-Zyklen. Von der Planung des Entwurfs bis zum Management einer Stilllegung erfassen sie den gesamten Lebenszyklus. Daher werden sie bisher hauptsächlich in sehr kapitalintensiven Bereichen wie der Automobilindustrie, Luft und Raumfahrt, chemischen Industrie sowie Öl- und Gasindustrie eingesetzt. Neben den Vorteilen, die Instandhaltung und Wartung betreffend, sowie der Optimierung von Betriebszeiten, ist Asset Management in weiteren Bereichen nützlich und damit ebenso für kleinere Unternehmen durchaus sinnvoll.

Vorteile von EAM in kleinen Unternehmen:

  • Das Risikomanagement erhält durch bessere Analysen die Möglichkeit, Probleme vorauszusehen und so deren Eintritt zu verhindern
  • Der Bestand an Maschinen, Fahrzeugen und Werkzeugen kann optimiert werden, bei gleichzeitiger Erhöhung der Verfügbarkeit
  • Durch mehr Transparenz über die Lebensdauer von Assets können eher Gewährleistungsansprüche geltend gemacht werden

unitech-handheld-handgurt-fuer-unitech-pa700-rugged-mobile-computer-pa700v-384208gAuch Energieeinsparungen, das Erfüllen von gesetzlichen Regelungen und Vorschriften und eine Reduzierung von Beschaffungskosten sind Ziele, die durch den Einsatz von EAM Systemen unterstützt werden.

Wichtig ist dabei die Möglichkeit, mobil auf das System zugreifen zu können, beispielsweise per Scanner oder Handheld Computer. Erst dadurch wird das System tatsächlich zu einem effizienten und akzeptierten Werkzeug im Unternehmen.