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So erleichtern Ringscanner die Datenerfassung

Scanner gehören in zahlreichen Berufen zur Standardausrüstung. Angefangen vom Paketboten bis zum Lageristen greifen hierzulande Abertausende Menschen tagtäglich auf Scansysteme zurück. Die mobile Datenerfassung kann dabei je nach Scannertyp, Einsatzszenario und Warenumfang kostbare Zeit in Anspruch nehmen. Ein Ringscanner gibt Ihnen und Ihren Mitarbeiter einen großen Teil dieser Zeit zurück.

Kleines Konzept, große Möglichkeiten

Die Vorteile eines Barcode Scanners liegen auf der Hand: Durch das Auslesen eines Strich- oder QR-Codes werden innerhalb weniger Millisekunden Daten erfasst, in Software-Banken festgehalten und für Bearbeitungsschritte bereitgestellt. Scanner prägten folglich lange vor der Initialisierung innovativer Produktionsmodelle wie dem Smart Warehouse die Welt der Datenerfassung. Das Auslesen, Speichern, Verwalten und Aktualisieren von Datensätzen kann allerdings entscheidende Sekunden kosten: Moderne Datenerfassungsgeräte mögen innerhalb von Millisekunden einen Barcode auslesen und Daten erfassen, doch deren Ausrichtung und Bedienung bedeutet nach wie vor Arbeit.

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Verantwortlich für den Mehraufwand können verschiedene Faktoren sein: Der Nutzer ist nicht optimal mit dem Scanner vertraut, die Ergonomie ist sehr niedrig oder das Verstauen beziehungsweise Ziehen des Scanners ringt zeitraubende Handgriffe ab. Der Einsatz kann durch Kleinsthelfer wie Taschen, Holster, Scannerhalter und Terminals durchaus vereinfacht werden, doch der Austausch oder die Erweiterung des klassischen Scanners gegen einen Ringscanner garantiert eine weit größere Zeitersparnis. Ausgestattet mit einem Ringscanner muss der Arbeiter die Scanwaren nicht mehr aus der Hand geben, sondern kann sie zum Beispiel während des Ent- oder Beladens katalogisieren. Das Zücken und Verstauen von Barcode Scanner & Co. entfällt mit diesem Wearable!

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Der Träger kann seine Arbeit ohne Unterbrechung fließend erledigen. Eingaben an Terminals, Vermerke in Datensystemen und Warensortierungen gehen buchstäblich leichter von der Hand. Ihren Namen verdanken Ringscanner ohne Frage ihrem obligatorischen Haltesystem: Ein Laserkopf, der auf einer Zweifingerhalterung sitzt, dient der Datenerfassung. Ein Blick auf aktuelle Modelle verdeutlicht jedoch schnell, dass neben der Formgebung zahlreiche weitere Elemente den Einsatz vereinfachen können. Nicht zuletzt die Software entscheidet über eine effiziente oder ineffiziente Scanleistung. Wer nicht nur von freien Händen profitieren will, sollte auf eine Reihe an Eigenschaften achten.

Augen auf beim Scannerkauf

Je nach Hersteller, Modell und Generation sowie Preissegment vereinen Wearables verschiedene Merkmale, Vor- und Nachteile. Kennzeichnend ist die, meist Zeige- und Mittelfinger umfassende, Halterung. Diese trägt den Scankopf, kann separat angeboten oder mit einem kompatiblen Barcode Scanner ausgeliefert werden. Einige Modelle kommunizieren auch via Drahtlosverbindung, etwa per Bluetooth, mit einem externen Gerät. Eine Sondergattung stellen sogenannte Handrückenscanner dar, die in Form eines Handschuhs gestaltet sind.

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Bei der Auswahl „klassischer“ Ringscanner ist insbesondere auf die Flexibilität der Halterungen zu achten: Seien Sie sich bewusst, dass jede Hand einzigartig ist und das Gerät mitunter von mehreren Usern verwendet wird. Eine möglichst weite und effiziente sowie einfach bedienbare Verschlusstechnik (Klettverschluss, Gürtelclip, Schnursystem) der Ringeinheit gilt als ein erster Orientierungsansatz.

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Fällt die Wahl auf einen Ringscanner, der mir einem Datenerfassungsgerät per Kabel verbunden ist, sollte auch auf die Konzeption des Armbandes geachtet werden. Beispielsweise zeichnen sich manche Modelle nicht nur durch ausgeklügelte Verschlusstechniken, sondern ebenso durch besonders robuste Materialen und allergikerfreundlichen, staub- und wasserresistenten und rutschfesten Armbändern aus.

Ganz wichtig: der Akku

Einen weiteren wichtigen Punkt nimmt die Leistung des Akkus ein: Anhängig von der Scannerart können die Energiezellen in der Ringeinheit oder in dem Datenerfassungsgerät auf dem Armrücken integriert sein. In letzterem Fall dient der eigentliche Barcode Scanner als Energielieferant. Um möglichst lange ohne Zwischenstopp zwecks Akkubetankung zu scannen, gilt ein ausdauernder Akku als entscheidend. Die Speisung erfolgt entweder über USB oder Netzgerät, wobei letztere weniger Zeit in Anspruch nimmt. Gerne genutzt werden auch Lösungen mit Höchstleistungsbatterien wie den allseits bekannten Knopfbatterien im CR2032-Format. Die Bedeutung des Akkus macht sich besonders bei Ringscannern mit drahtlosen Übertragungsfunktionen bemerkbar.

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So mag der Standard Bluetooth für energiesparende Verbindungsraten bekannt sein, doch ältere Bluetooth-Generationen zehren durchaus am Akku. Hinzu kommt, dass manch ein Modell nicht nur per Bluetooth, sondern auch oder ausschließlich per WLAN kommuniziert: Die leistungsfähigere Übertragungsrate (2,4 GHz/5 GHz) ermöglicht den zügigen Austausch großer Datenpakete und gilt neben der Gestaltung von 5G-Netzen, wie sie im Rahmen der Entwicklung zur Industrie 4.0 eine Rolle spielen, als zukunftsweisend. Favorisieren Sie ein drahtloses Übertragungskonzept, sind insbesondere die Interaktionsmöglichkeiten auf Basis der entsprechenden Software, Integrationsoptionen in Firmennetzwerken sowie Synchronisationsmöglichkeiten zu beachten. Auch die Verschlüsselungstechnik sollte im Zeitalter von Industriespionage und Hackersyndikaten überzeugen.

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Einen letzten Vergleichsaspekt birgt das Display. Ein integriertes Display beinhalten nicht alle Scansysteme, doch die Anzeige erleichtert den Einsatz enorm: Auf den Wearables werden Informationen über den Akkustand, Verbindungsaufbau und mitunter Scanware (Haltbarkeitsdatum/Gefahrenhinweise) visualisiert. Eine Reihe an Ringscannern dient gar mit Touchscreen-Sensoren, die die Bedienung abermals vereinfachen. Möchten Sie einen besonders handlichen Scanner nutzen, lohnt ein Blick auf Handrückenscanner: Die mobile Datenerfassung steht hier im Vordergrund, denn ein geringes Eigengewicht, besonders flache Ausmaße und rutschfeste Materialien verleihen diesen Wearables beim Händeln von Paletten oder Greifen in Ordnungsfächern spürbare Vorteile.

Datenerfassung konkret

Die Welt der Barcode Lesegeräte ist groß und vielseitig: Um Ihnen einen kleinen Einblick in die Produktvielfalt der Ringscanner zu gewähren, sind in den folgenden Zeilen drei Modelle aus den Häusern Zebra und Honeywell erläutert.

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Für den Einstieg in den handfreien Scanbetrieb liefern der Zebra RS409 und der Honeywell 8610 SR eine solide Grundlage. Die Modelle ähneln sich in Form, Techniken und Funktionen, sodass Sie nach dem Kompatibilitätsprinzip entscheiden können: Mit Blick auf eine perfekte Integration in Ihr Logistiksystem ist es ratsam, lediglich Geräte von einem Anbieter zu wählen und auf einen Herstellermix zu verzichten.

zebra-rs409-ring-scanner-rs409Die Vorteile beider Ringscanner: Der Barcode ist per Singlepass-Technologie schnell erfasst, das geringe Eigengewicht von 57 Gramm (Zebra RS409) beziehungsweise 65 Gramm (Honeywell 8610 SR) garantiert Mobilität und das mitgelieferte Datenkabel ermöglicht die Verbindung der Ringscanner mit allerlei mobiler Computer, die überdies als Energielieferant dienen.

Der Zebra RS409 erfasst neben 1D auch 2D Barcodes und überzeugt mit einer besonders zügigen Scanfunktion: Bis zu 92 Scans pro Minute sind theoretisch mit diesem Ringscanner durchführbar. Für versierte Scannernutzer liefert Honeywell mit dem 8670 eine attraktive Alternative: Barcodes können sowohl auf 1D- als auch 2D-Basis konzipiert sein und der Strichcodescanner sendet die Daten per Bluetooth an ein externes Gerät zwecks Datenerfassung.

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Hervorzuheben ist das besonders robuste Design, das nicht nur Stürzen auf Beton & Co. standhält: Dank eines hygienischen Armbands und ergonomisch konzipierten Fingerschlaufen sitzt der 8670 sehr sicher um das Handgelenk und darf demzufolge in vielen Bereichen der Lebensmittelindustrie und Pharmazie genutzt werden.

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