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ScanPal EDA51

« Leistungsstarker PDA von Honeywell »

Mit dem ScanPal EDA51 hat Honeywell einen kompakten Barcode Scanner im Smartphone-Layout geschaffen. Das MDE-Gerät ist mit Ausmaßen von 15,7 x 7,8 x 1,9 Zentimetern ohne Frage als mobil zu bezeichnen, doch ein zuverlässiges und transportables Scansystem sollte nicht nur kompakt und handlich ausfallen: Die Software, innere sowie äußere Hardware und die Möglichkeit, Zubehör zu nutzen, gelten ebenfalls als entscheidend. Inwieweit der Honeywell ScanPal EDA51 diesen Anforderungen gerecht wird, verrät der Einsatz-Check.

Erfahrung auf ganzer Linie

Das US-amerikanische Unternehmen Honeywell mit Sitz in Morristown, New Jersey, gilt als ein absolutes Schwergewicht auf dem internationalen Markt für Scansysteme: Mit einem Börsenwert von über 110 Milliarden US-Dollar rangiert der Global Player unter den 130 wertvollsten Unternehmen – weltweit.

Zu Recht, denn das Unternehmen besteht seit 1885 und konnte einen beispiellosen Wandel vom Ofenregalspezialisten bis hin zum Datenerfassungsprofi hinlegen.

Derweil umfasst der Konzern mehr als 40 Tochtergesellschaften, verteilt in aller Herren Länder und fertigt in über 900 Werken Produkte. Nach etlichen Fusionen und Schwerpunktverschiebungen steht der Konzern für krisensicheres Wachstum wie kaum ein anderes Geschäftsimperium: Scansysteme von Honeywell gelten als beliebte, weil komfortable, moderne und zuverlässige Handhelds. Mittlerweile vereint Honeywells Produktpalette weit mehr als Barcode-Scanner & Co.: Unbemannte Drohnen, Tankstationen für Langstreckenflieger und intelligente Warenlager-Software-Konzepte erweitern das althergebrachte Konzept um einige Eckpunkte.

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Dennoch: Mit dem Namen Honeywell werden in erster Linie Scanner im Handheld-Format zur mobilen Datenerfassung (MDE-Geräte) verknüpft. Der Hersteller aus Übersee betont den Blick auf das Handling, die Aktualität und die Zukunftstauglichkeit seiner Komponenten: Der Kunde soll einen PDA nicht nur kurzzeitig, sondern dank ausgereifter Hardware und update-konformer Software über Jahre einsetzen dürfen. Bei dem ScanPal EDA51 will das Unternehmen keine Ausnahme gemacht haben und hebt dessen Mobilität sowie Handling hervor. Ebenso verweist der Hersteller auf die schnelle Datenverarbeitung, die Systemstabilität und die Robustheit des Modells. Interessant: Das System basiert auf dem weitverbreiteten Android 8.0 alias Oreo. Demzufolge sind mit dem ScanPal EDA51 Apps zu nutzen und die Bedienung ist weitgehend vertraut.

Datenerfassung leicht gemacht

Dreh- und Angelpunkt des ScanPal EDA51 ist die mobile Datenerfassung, ergo die Scaneinheit. An der Stelle eines dezidierten Scankopfes thront jedoch ein 2D-Imager, der Bar- beziehungsweise Strichcodes sowie QR-Codes ähnlich schnell und zuverlässig wie ein Treiber-basierter Scankopf ausliest, jedoch nicht auf eine durchgehende Strahlenlenkung zurückgreift. Als Nutzer müssen Sie demnach die Lesefunktion manuell aktivieren. Dieser Vorgang dauert dank des Scan-Buttons nur wenige (Milli-)Sekunden, mag für Vielnutzer jedoch nicht ohne Bedeutung sein. Einen entscheidenden Vorteil hat diese Alternative allemal: Der Akku des Modells wird geschont, da semi-autonome Imager weniger Energie als im Stand-by betriebene Laserscanner benötigen.

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Als Energielieferant dient ein klassischer Akku auf Lithium-Ionen-Basis. Mit einem Fassungsvolumen von 4.000 mAh übertrifft die Kraftzelle allerdings die Leistung handelsüblicher Smartphone-Akkus und bietet zudem den Vorzug, ohne Weiteres entfernt werden zu können: Sollte der Akku in Mitleidenschaft gezogen worden sein oder an Leistung eingebüßt haben, muss das MDE-Gerät nicht beim Hersteller eingeschickt werden. Die Laufzeit des Akkus beziffert Honeywell mit 12 Stunden (bei aktiviertem Bildschirm), die Ladedauer mit 4,5 Stunden. Ebenso erfreulich ist, dass der Imager beschädigte Barcodes erkennt und nicht explizit auf die Etikette ausgerichtet werden muss: Der – von Honeywell nicht näher spezifizierte – Abtastwinkel fällt angenehm weit aus, sodass die Datenerfassung ohne umständliche Ausrichtung des Imagers von der Hand geht.

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Sie interessieren sich für die Unterschiede zwischen einem Imager und einem Scanner? Unser Ratgeber-Artikel „Laserscanner und Imager – Wo liegt der Unterschied“ klärt über die Vor- und Nachteile beider Systeme auf. Zuzüglich des N6600 Slim-Imagers steht dem Nutzer eine 13 Megapixel starke Kamera zur Verfügung. Demzufolge können Barcodes auch mit einer App ausgelesen werden, doch der Imager verifiziert Informationsträger weit schneller als optionale Kamera-Assistenten, die im Play Store von Google zahlreich vertreten sind. Die Erfassung von Daten ist laut Hersteller auch nicht die primäre Aufgabe der Linseneinheit: Das Dokumentieren von „Workflow-Arbeitsaufgaben“ stehe im Vordergrund. Soll heißen: Erbrachte Leistungen lassen sich schnell und nachhaltig festhalten.

Für alle Fälle gewappnet

Entgegen seinem Geschwistermodell ist der ScanPal EDA51 in ein außerordentliches Gehäuse gefasst, welches Schutz vor Sturzschäden, Spritzwasser und Staubpartikeln spendet: Der PDA erfüllt alle Kriterien des IP64-Zertifikats und ist Honeywell zufolge mit einem stoßsicheren Innenleben ausgestattet. Der Prozessor (Qualcomm Snapdragon 450) sowie die Speicherplatinen und Kontakte halten Stürzen aus einer Höhe von bis zu 1,2 Metern auf hartem Untergrund (Beton) stand! Die Bedienung erfolgt über einen 5 Zoll großen Touchscreen, der selbstverständlich Multitouch-Gesten unterstützt und Inhalte mit 1280 x 720 Pixeln auflöst. Gegenüber den Flaggschiffen von Samsung und Apple hat der ScanPal EDA51 also das Nachsehen, doch die HD-Auflösung schont den Akku und bietet für gewerbliche Zwecke eine mehr als ausreichende Schärfe.

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Neben der berührungsempfindlichen Bildschirmfläche offenbart das MDE-Gerät einige kleine Buttons, die die Bedienung sowie Datenerfassung erleichtern. So sind neben einem haptischen Scan-Button beispielsweise ein Tastenpaar für die Lautstärkeeinstellung und ein Akku-Clip vorhanden. Hervorzuheben ist überdies der ausbaufähige Speicher: Honeywell gewährt die Möglichkeit, Speicherkarten mit einem Volumen von bis zu 128 GB einzulegen. Über die Standardverbindung USB (2.0) gelangen große Warenverzeichnisse auf das Gerät und die Android-Oberfläche ermöglicht das Laden etlicher Apps. Das System ist übrigens sofort aktualisierbar – ein Update auf Android 9 steht bereit. Und: Der EDA51 ist rückwärtskompatibel! Sollten Sie Programme nutzen, die heutzutage keine offizielle Unterstützung genießen, sind diese weiterhin nutzbar.

Eine Frage der Verbindung

Für eine mobile Datenerfassung ist eine stabile Verbindung unausweichlich. Der ScanPal EDA51 ist in dieser Hinsicht gut aufgestellt: Das WLAN-Modul arbeitet auf der typischen 2,4-GHz-Frequenz, sodass die Einbindung ins (drahtlose) Firmennetzwerk ohne Probleme gelingt. Der Funkstandard (IEEE 802.11 a/b/g/n/ac) überzeugt ebenso wie das breite Sicherheitskonzept, denn die Liste der kabellosen Verschlüsselungstechnologien darf sich sehen lassen. So unterstütz der PDA etwa:

  • WEP
  • IEEE 802.1x
  • TKIP
  • AES
  • LEAP
  • PEAPv0 sowie PEAPv1
  • EAP-M
  • SCHAPv2
  • EAP-GTC
  • EAP-TLS sowie EAP-TTLS
  • WPA-PSK
  • WPA2

Unterstützt wird das Modell zusätzlich durch einen GPS-Sensor, Bluetooth und Near-Field-Communication (NFC). Die Routenfindung zu Kunden oder Partnern ist demzufolge kein Problem, doch eine mobile Datenverbindung unterstützt der PDA nicht. Angesichts der modernen Bluetooth-Generation 4.2 und des Nahfunkchips ist der EDA51 dennoch als verbindungsfreundlich anzusehen: Wer den Radioassistenten nutzen möchte, kann Kopfhörer koppeln; sollten umfangreiche Dateneingaben bevorstehen, darf eine externe Tastatur gezückt werden.

Kleines Zubehör, große Wirkung

Die Möglichkeit, den ScanPal EDA51 mit Zubehör zu erweitern, stellt eine weitere Gerätespezifikation dar: Neben zahlreichen Herstellerzusätzen wie zum Beispiel einer Home-Base (Ladestation) ist der PDA mit zahlreichem Zubehör wie Handschlaufen kompatibel. Nützliche Absicherungen dieser Art fertigt etwa der Düsseldorfer Zubehörspezialist Max Michel in zahlreichen universalen Formen. Spezielle ScanPal EDA51 Holster und Taschen gewähren eine reibungslose Benutzung sowie Unterbringung.

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Mit einer verstell- und knöpfbaren Gürtelschlaufe beispielsweise kann der Beisatz flexibel an der Kleidung platziert werden und erhält durch die Außenhülle einen Schutz vor zahlreichen Gefahren des Arbeitsalltags. Apropos Schutz: Neben bedienungsfreundlichen Beisätzen wie Nylon-Holstern finden Sie bei Theracon weitere Elemente à la Displayfolien, die Schrammen, Kratzern und sogar Brüchen vorbeugen, die Intensität des Touchscreens allerdings nicht beeinträchtigen.

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