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Videoüberwachung am Arbeitsplatz

« Sicherheit durch Netzwerkkameras »

Das Thema Videoüberwachung wird sehr kontrovers diskutiert. Im öffentlichen Raum nimmt die Anzahl an Kameras permanent zu. Während die einen das für eine starke Beeinträchtigung der Privatsphäre und Überwachung halten, geht für die anderen die Sicherheit über alles. Im ÖPNV, auf Bahnhöfen und Plätzen, in Parkhäusern und allen Brennpunkten werden wir permanent aufgenommen. Auch überall dort, wo man einkaufen kann, sind in der Regel Kameras installiert. Die Videoüberwachung am Arbeitsplatz ist allerdings ein besonderes Thema. Hier hat der Gesetzgeber sehr enge Grenzen gezogen.

Enge gesetzliche Grenzen bei der Videoüberwachung am Arbeitsplatz

Grundsätzlich stellt die Beobachtung durch Videokameras einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht eines Menschen dar und ist daher verboten. Wenn es aber wichtige Gründe für eine Überwachung gibt, sind Ausnahmen möglich. In einem Bereich mit Kundenverkehr kann in vielen Fällen eine Überwachungskamera angebracht werden. Dabei ist aber darauf zu achten, dass die Cam gut sichtbar ist und darauf hingewiesen wird, dass der Bereich überwacht wird. Zudem muss sichergestellt sein, dass die Aufzeichnungen nur für den definierten Zweck (Wahrung des Hausrechtes) genutzt und innerhalb kurzer Zeit wieder gelöscht werden.

Enge gesetzliche Grenzen bei der Videoueberwachung am Arbeitsplatz
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Videoüberwachung an einem Arbeitsplatz in nicht öffentlich zugänglichen Bereichen ist dagegen sehr viel strenger geregelt. Voraussetzung ist hier ein konkreter Verdacht einer Straftat. Auch in so einem Fall muss die Überwachung aber öffentlich sein, sonst verstößt sie gegen das Arbeitsrecht. Eine Überwachungskamera in Umkleide-, Wasch- oder Toilettenräumen ist aber auch in solchen Fällen grundsätzlich verboten.

Gute Vorbereitung ist notwendig

Panasonic WV-CP600-G CCTV-KameraWer gute Gründe anführen kann und sich rechtlichen Rat eingeholt hat, sollte vor der Installation von Überwachungstechnik zunächst die Mitarbeiter bzw. deren Vertreter informieren und deren Vorschläge so weit wie möglich berücksichtigen. Wenn es dann darum geht, die richtige Technik zu finden, steht man vor einer unüberschaubaren Anzahl von Angeboten im Bereich Netzwerkkamera, IP- oder auch WLAN-Kamera. Bei Kauf, Installation und Einrichtung solcher Überwachungstechnik ist einiges zu beachten.

Bauliche Bedingungen

Eine Netzwerkkamera ist mehr als eine herkömmliche Webcam. Während die Webcam eine direkte Verbindung zu einem Computer benötigt, ist die IP-Cam ein eigener Knoten in einem Netzwerk, der mit anderen Systemen kommunizieren kann. Das bedeutet, die Kamera kann aus der Ferne bedient und (softwaretechnisch) gewartet werden und kann selbst ihren Videostream oder andere Daten an Netzwerkteilnehmer senden. Die Kamera braucht also neben einem Stromanschluss eine Netzwerkverbindung. Das ist meistens eine kabelgebundene Ethernet-Verbindung, kann aber auch ein WLAN sein. Soll die Überwachungskamera in einem Außenbereich angebracht werden, muss sie entsprechend staub- und wasserdicht sein. Viele Modelle, wie etwa aus der Panasonic i-Pro Serie bieten zudem noch „Vandalismusresistenz“ für öffentlich zugängliche Bereiche.

Ueberwachungskamera Installation
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Installation im Netzwerk

Eine Netzwerkkamera liefert Bild- (und ggf. auch Ton-) Material in digitaler Form über ein lokales Netzwerk oder auch über das Internet. Viele Modelle bieten auch die Möglichkeit der aktiven Steuerung auf diese Weise. Die dazu notwendige Netzwerk-Konfiguration sollte durch einen Experten durchgeführt werden, insbesondere wenn über das Internet auf die Kamera zugegriffen werden soll. Dazu müssen einige Einstellungen im Internet-Router durchgeführt werden, was bei Fehlern durchaus zu Sicherheitsproblemen im Netzwerk führen kann. Auch eine WLAN-Cam sollte sorgfältig konfiguriert werden, damit nicht jeder, der sich in Reichweite des Funksignals befindet, auf die Daten zugreifen kann.

Kameratypen

Die Videoüberwachung am Arbeitsplatz erfordert schon aus rechtlichen Gründen eine exakte Definition von Zweck und Bereichen der Überwachung. Abhängig von diesen Kriterien sind auch die Anforderungen an die zu installierenden Cams.

Panasonic i-Pro Smart HD WV-SFV311AKuppel-Kameras

Soll möglichst ein ganzer Raum überwacht werden, bietet sich eine Kuppel-Kamera an, die unter der Decke installiert wird. Dort kann die IP-Kamera in der Regel einfach verkabelt werden und bietet die Möglichkeit der Rundum-Überwachung. Bietet das Gerät HD-Auflösung und 30 Bilder pro Sekunde, fällt natürlich eine riesige Menge Daten an.

Intelligente Systeme wie die Panasonic i-Pro Smart HD Kameras bieten daher eine Technologie, mit der in ausgewählten Bereichen eine hohe, in anderen eine deutlich niedrigere Bildqualität erzeugt wird. Dadurch können kleinere Bitraten und weniger große Dateien verwendet werden.

Gerichtete Kameras

Panasonic i-Pro Smart HD WV-SPN311 Netzwerk-CCTV-Kamera (ohne Objektiv)Geht es eher darum, beispielsweise eine Einfahrt oder ein Tor zu überwachen, bietet sich eher eine konventionelle Kamera an. Diese kann in einem großen Bereich geschwenkt werden. Die Einstellung von Privatzonen, wie Eingänge zu Wasch- oder Sozialräumen, sollte auf jeden Fall möglich sein.

Dadurch wird sichergestellt, dass für bestimmte Bereiche keine Videoüberwachung stattfindet. Auch hier ist die Panasonic IP-Camera der i-Pro Serie das richtige Modell.

Wichtige Funktionen

Viele Netzwerk-Kameras verfügen zusätzlich über digitale Ein- und Ausgänge. Daran lassen sich zum Beispiel Bewegungsmelder oder Alarm gebende Sensoren anschließen. Wird ein Alarm ausgelöst, kann die IP-Kamera dann Bilder, E-Mails oder SMS versenden. Häufig ist auch ein Mikrofon eingebaut. Das kann aber gerade am Arbeitsplatz nicht benutzt werden, weil es zur Raumüberwachung genutzt werden kann, weil es in Deutschland nicht erlaubt ist. Moderne digitale Modelle sind mit sehr viel Software ausgerüstet, wie etwa die bereits erwähnte unterschiedliche Bildqualität in verschiedenen Zonen oder Gesichtserkennung. Welche Funktionalitäten hier wichtig sind, muss im Einzelfall entschieden werden.

Panasonic i-Pro Smart HD WV-SP105Sicherheit

Bei der Nutzung einer Netzwerkkamera, insbesondere bei einer WLAN-Kamera, besteht grundsätzlich die Gefahr von nicht autorisierten Zugriffen. Moderne Cams verfügen über verschiedene Schutzmechanismen.

Die Aufnahmegeräte sollten die Verschlüsselung der Daten im Netzwerk grundsätzlich unterstützen.

Klare Strategie und gute Technik

Videoüberwachung am Arbeitsplatz ist und bleibt ein heikles Thema, bei dem der Gesetzgeber enge Grenzen gesetzt hat. Und auch wenn es klare Vereinbarungen mit den Arbeitnehmern gibt, fühlen viele Mitarbeiter sich nicht wohl, wenn sie sich an ihrem Arbeitsplatz überwacht fühlen. Daher sollte intern klar kommuniziert werden, welchem Zweck die Überwachung dient und welche Vorteile sie hat. Mit dem richtigen Equipment und einer fachmännischen Installation können Einwände und Vorbehalte auch mittels technischer Hilfsmittel berücksichtigt und ausgeräumt werden. So profitieren am Ende alle von den Vorteilen der Videoüberwachung, beispielsweise Verhinderung oder Aufklärung von Eigentumsdelikten oder Vandalismus.