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Zebra Farbband wechseln

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Mobile und zuverlässige Drucklösungen sind für Logistik und Lagerung heute wichtiger denn je. Wir erklären Ihnen die Einsatzmöglichkeiten verschiedener Druckverfahren und zeigen exemplarisch, wie einfach Sie die Farbbänder Ihrer Drucker selbst wechseln können.

Kaum ein Unternehmen kommt heute um den Etikettendruck herum. Ob als Teil einer Lieferkette, im Groß- oder im Einzelhandel, Etiketten werden überall genutzt, um Informationen auf einfache Weise zu transportieren. Die wichtigste Funktion von Etikettendruckern ist das Drucken von Barcodes. Diese werden etwa auf Ladungsträger aufgebracht und können alle wichtigen Daten über den Inhalt, wie Artikelnummer, Menge, Charge, Mindesthaltbarkeit, Gewicht, Preis, etc. enthalten. Die Codierung ist zum Teil global standardisiert und daher maschinell auslesbar und auswertbar. Damit sind Etiketten wesentlicher Bestandteil sowohl globaler Supply-Chains wie auch des Datenaustausches in allen internen und externen Logistik-Prozessen.

Hohe Anforderungen an Qualität und Zuverlässigkeit

Weil fehlende oder unlesbare Etiketten zu erheblichen Störungen in solchen Prozessen führen, sind die Anforderungen an die Drucker entsprechend hoch. Die Firma Zebra liefert in diesem Umfeld nicht nur Drucker, sondern auch Handheld-Computer, Barcodescanner, RFID-Lösungen und Netzwerktechnik. Der GC420t ist als preiswertes Modell sowohl für den Thermodirektdruck wie auch das Thermaltransfer-Druckverfahren, den sogenannten Thermotransferdruck, geeignet. Das Gerät zeichnet sich durch eine kompakte Bauweise, einfache Bedienung und große Zuverlässigkeit aus. Weil der Zebra GC420t beide Druckverfahren beherrscht, ist er sehr vielseitig anwendbar.

@wikipedia – Lars Curfs
@wikipedia – Lars Curfs

Die unterschiedlichen Druckverfahren

Der Thermodirektdruck ist das einfachere und günstigere Verfahren. Hierfür werden weder Farbband, Toner oder Tinte benötigt, da die Farbe bereits im zu bedruckenden Papier enthalten ist. Durch Hitze an bestimmten Punkten am Druckkopf wird diese Farbe „aktiviert“ und erzeugt ein gestochen scharfes Druckbild. Solch ein Druck ist allerdings nur begrenzt haltbar. Durch Licht und Temperaturschwankungen verblasst das Druckbild relativ schnell. Da kein Verbrauchsmaterial benötigt wird, kann der Drucker hier klein gebaut werden. Das Verfahren wird besonders dort eingesetzt, wo Etiketten nur eine begrenzte Zeit benötigt werden, wie etwa Eintrittskarten, Kassenbons oder Fahrscheine. Auch dann wenn besonders leichte mobile Drucklösungen gefragt sind, kommen Thermodirektdruck-Einheiten zum Einsatz.

Zebra G-Series GC420t Etikettendrucker GC420-100520-000Beim Thermaltransfer-Druckverfahren, das der Zebra GC420t genauso beherrscht wie den Thermodirektdruck, wird der Druck durch ein Farbband, die Thermotransferfolie, auf das Papier gebracht. Diese Folie ist auf einer Seite mit einer hitzeempfindlichen Schicht ausgerüstet. Durch die Erhitzung einzelner Punkte des Druckkopfes werden Teile dieser Farbband-Schicht auf das zu bedruckende Material aufgebracht. Während beim Thermodirektdruck nur schwarz-weiß gedruckt werden kann, können mit dem Thermaltransfer-Druckverfahren auch farbige Etiketten hergestellt werden.

Das Medium bestimmt das Verfahren

Da der Zebra GC420t sowohl das Thermotransfer- wie auch das Thermodirektdruckverfahren beherrscht, ist das Medium, also das zu bedruckende Material, ein wesentlicher Faktor. Während beim Direktdruck ein spezielles Papier benötigt wird, das sich durch Hitzeeinwirkung selbst färbt, wird beim Thermaltransfer-Druckverfahren Farbe aktiv Farbe aufgebracht. Wird beim Thermotransfer-Druck ein Medium benutzt, das eigentlich für den Thermodirektdruck vorgesehen ist, können Barcodes oder Grafiken verzerrt dargestellt werden. Um sicherzustellen, dass ein Medium geeignet ist, kann ein Medienkratztest durchgeführt werden. Dabei wird auf dem Medium mit dem Fingernagel oder der Kappe eines Stiftes gekratzt. Verfärbt sich die Stelle schwarz, handelt es sich um ein Medium für den Thermodirektdruck.

Farbband-Varianten

Wie für alle Thermotransferdrucker gibt es auch für die Geräte von Zebra verschiedene Farbband-Varianten, abhängig vom zu bedruckendem Medium und je nach Anforderungen an die Qualität.

Zebra 2300 Wachs Thermotransferband 110-074

Ein Wachs-Farbband ist am besten geeignet für den Druck auf Papier, wenn keine großen Anforderungen an Wisch- und Kratzbeständigkeit gestellt werden. Diese Variante ist die kostengünstigste. Sie wird häufig in Anwendungen in der Logistik und im Handel angewendet.

Harz-Farbbänder haben eine sehr hohe Deckkraft und gute Haltbarkeit. Sie sind am besten geeignet für den Druck auf glatte Materialien wie Kunststofffolien. Der Druck zeichnet sich durch hohe Wisch- und Kratzfestigkeit aus und ist beständig gegen Hitze und Lösungsmittel. Ein solches Farbband ist ideal geeignet für raue Umgebungen in der Industrie.

Misch-Farbbänder aus Wachs und Harz liegen mit ihren Eigenschaften zwischen den beiden zuvor genannten Qualitäten. Solche Farbbänder werden hauptsächlich für industrielle Anwendungen und im Einzelhandel eingesetzt, zum Beispiel für Paletten- oder Regal-Etiketten.

Die Transferfolien werden auch von den meisten Drucker-Herstellern, wie zum Beispiel Zebra selbst angeboten. Dadurch ist das optimale Zusammenspiel von Drucker und Farbband sichergestellt, weil die Folien ständigen Tests unterzogen werden.

Wann der Wechsel der Transferfolie notwendig wird

Wenn der Zebra GC420t im Thermaltransfer-Druckverfahren eingesetzt wird, muss das Farbband nach einer gewissen Zeit gewechselt werden wie eine Tintenpatrone oder Tonerkartusche im Bürodrucker, da es sich um Verbrauchsmaterial handelt. Ist die Transferfolie verbraucht, wird der Druckvorgang gestoppt und eine rote Anzeige beginnt zu blinken. Der Drucker muss zum Wechseln nicht ausgeschaltet werden. Nach dem Einlegen des neuen Farbbandes kann durch Drücken der Vorschubtaste der Druckvorgang an der unterbrochenen Stelle weitergeführt werden.

Zebra G-Series GC420t Etikettendrucker GC420-100521-000Nicht jedes Farbband ist geeignet

Je nachdem, wie die Transferfolie gewickelt ist, kann die Beschichtung auf der Innen- oder der Außenseite sein. Der Zebra GC420t kann nur Folien verwenden, die auf der Außenseite beschichtet sind. Um sicherzustellen, dass die richtige Seite beschichtet ist, kann man einen Klebetest oder einen Kratztest des Farbbandes durchführen. Der Klebetest eignet sich besonders für bereits eingelegte Farbbänder. Einfach ein Etikett vom Trägermaterial abziehen und eine Ecke der Klebeseite auf die Außenseite der Farbbandrolle drücken und wieder abziehen. Wenn Tinte am Etikett haftet, kann die Folie im Zebra GC420t benutzt werden. Wenn nicht, muss die Folie ausgetauscht werden. Soll die Prüfung bereits früher gemacht werden, und es sind keine Etiketten vorhanden, kann man den Kratztest durchführen. Dazu ein kurzes Stück des Farbbandes abwickeln und mit der Außenseite auf ein Stück Papier drücken. Nun mit dem Fingernagel über die Innenseite des Farbbandes kratzen. Hinterlässt das Spuren auf dem Papier, ist die Folie für den Gebrauch im Zebra GC420t geeignet.

Zu beachten ist auch, dass die Transferfolie mindestens so breit wie das Druckmedium ist. Ist dies nicht der Fall, kann das zu Beschädigungen am Druckkopf führen, da dieser beim Drucken teilweise ungeschützt ist.

Auswechseln des Farbbandes

Das Auswechseln von Farbbändern ist beim Zebra GC420t wie bei allen Etikettendruckern von Zebra sehr einfach. Der Hersteller bietet beim Einlegen des Farbbandes branchenweit die einfachste Bedienung. Nachdem die obere Abdeckung geöffnet wurde – ohne den Drucker auszuschalten – wird das verbrauchte Farbband abgeschnitten, sodass die beiden Kerne herausgenommen werden können.

Zum Einsetzen der neuen Farbbandrolle wird dieses nun in die vorgesehene Spindel gedrückt. Zum Ausrichten ist auf dem Kern der Rolle eine quadratische Aussparung, die in die Vorratsnabe einrastet. Nun einen leeren Farbbandkern (ein leerer Kern liegt einem neuen Zebra GC420t bei, ansonsten den leeren Kern des verbrauchten Farbbandes benutzen) auf die Aufwickelspule setzen, auch hier unter Zuhilfenahme der Aussparung. Zuletzt noch den Anfang des Farbbandes mit einem Klebestreifen so auf dem Aufwickelkern befestigen, dass gerade aufgewickelt wird. Um die Transferfolie zu straffen, wird die Aufwickelspule gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Dann noch den Deckel schließen und die Vorschubtaste drücken. Dadurch wird das Druckmedium eingezogen, das Farbband gestrafft und ausgerichtet. Der Zebra Drucker ist nun wieder einsatzbereit.